, Thomas Fürer

Das Vorstandsessen.

Soviel zum Inhalt des unten beschriebenen wahren Ereignisses: Für den unten beschriebenen Anlass existiert (noch) keine Checkliste. Jegliche Ähnlichkeit mit bekannten Persönlichkeiten ist rein zufällig und nicht im Sinne des Autors.

Auf das Vorstandsessen des Skiklubs freuten sich schon lange alle Mitglieder dieses Gremiums.

An einer Vorstandssitzung wurden Vorschläge gesammelt, wo es hingehen sollte. Zwei Lokalitäten wurden vorgeschlagen und die Fakten derselben kurz erläutert. Schliesslich klang die Zweit-Hand-Information von Kani Deel, dass ein Kollege kürzlich bei der Wiedereröffnung eines Lokals anwesend war, gut ass und begeistert war, besser, als die Erst-Hand-Argumentation von Fomas Türer. Somit entschied sich der Vorstand für das Restaurant Lido in Rapperswil und gegen das Restaurant Traube in Ober-Ottikon.

Jetzt war die Reihe an Meffanie Starti, in besagtem Lokal die Plätze zu reservieren. Aus Meffanies Aussagen war zu entnehmen, dass besagtes Lokal einen professionellen und freundlichen Eindruck bei der Entgegennahme der Reservation machte. Der gesamte Vorstand wurde nun informiert, wo und wann gegessen werden kann.

Nun war der erfreuliche Abend da. Bondré Asson holte seinen Bruder Bany Asson ab, Fomas Türer holte Meffanie Starti, Kani Deel und Dehli Kaum ab, Haby Gonegger fuhr mit Kisbeth Lolb und Banderas Türer sollte direkt vom WK kommen wo er, erstaunlicherweise, an diesem Abend Ausgang hatte.

Die Fahrgemeinschaft um Fomas traf zuerst beim Lokal ein und betrat natürlich selbiges auch. Ungläubiges Staunen verbreitete sich, als das anwesende Personal von einer seitens Meffanie gemachten Reservation absolut nichts wusste.

Zudem war der „Gemütlich Essen“-Rahmen überhaupt nicht gegeben, da es sich um ein Dancing handelte, welches mit kleinen, undekorierten Tischchen aufwartete. Wo um Himmels Willen hat dann obengenannter Kollege nur gegessen?

Nach erneuter Erkundigung beim anwesenden, jungen Personal und Erkundigung derselben bei anderem Personal tauchte die Neuigkeit auf, dass schon eine Frau dagewesen sei und nach der Reservation gefragt habe. Sie hätten dann, da ja keine Reservation vorhanden sei, selbige Frau in das Restaurant direkt neben dem Eisstadion Lido geschickt mit der Begründung, es sei sicher dort reserviert.

Also machten wir uns auf den Weg, obengenannter Frau im anderen Restaurant Lido Gesellschaft zu leisten. Von dieser anderen Frau, wir vermuteten, dass es sich um Kisbeth handeln müsse, war aber auch im anderen Restaurant nichts zu sehen. Auch war Bondré Asson mit seinem Bruder Bany immer noch nicht eingetroffen.

Was tut man in einer solchen Situation? Das was man in einer solchen Situation immer tut. Man zückt sein Natel und versucht die noch nicht eingetroffenen auf diesem Wege zu erreichen.

Mit Onlineunterstützung und Twix-Route-Auszug fanden dann die zwei Herren doch noch zu uns und wurden auf der Strasse über die Geschehnisse der letzten Viertelstunde informiert. Was uns weiterhin Beschäftigte war die nicht vorhandene Reservation und wo Kisbeth sich in der Zwischenzeit befand.

Mit Kani’s Palm-Organizer war die Telefonnummer Kisbeths schnell ausgemacht und es wurde ein Anruf bei ihr getätigt. Nach dem Telefongespräch informierte uns Meffanie, dass Kisbeth wieder zu Hause sei und nun keine Lust mehr hätte, in ein anderes Lokal zu kommen. Haby Gonegger wäre gar nicht erst mitgekommen, da sie krank sei.

Trotz mehreren vorhandenen Natels und einem Palm war es nicht möglich, die Nummer des gewählten Restaurants ausfindig zu machen und dort nochmals anzurufen, damit sich klären könnte, welches jetzt das richtige Lido wäre. Zudem hatte niemand von uns die Einladung dabei, auf welcher die Nummer aufgeführt gewesen wäre.

Nachdem alle anwesenden nochmals ihre Ungläubigkeit über das erlebte zum Ausdruck gebracht hatten, konnte der Abend ja nur noch besser werden. Irgendwo wollten wir trotzdem noch essen gehen.

Bondré machte einen Vorschlag und Kani meinte, dass er nach eben Erlebtem nie mehr einen Vorschlag bringen werde, wo er noch nie oder noch nicht selber gewesen sei. Zudem werde er den Apéro übernehmen. Banderas wurde mittels Natel ebenfalls informiert, wo wir uns definitiv befänden und stiess wenig später zu uns. Natürlich in Uniform mit zwei Streifen... .

So fand der unglaublich begonnene Abend doch noch einen feinen Abschluss und es war allen klar, wo dann das offizielle Vorstandsessen stattfinden wird.

Vielleicht sollte sich der Vorstand von nun an vermehrt über Vorstandanlässe statt über Klubanlässe Gedanken machen.

Thomas Fürer, Präsident Skiklub Alpina